VOF-Verfahren mit Wettbewerb: Stadtmitte am Fluss, Saarbrücken

 

Teilnehmende Büros:

 

LATZ+PARTNER, Auer + Weber + Assoziierte, H.J. Schiffer & Partner, Hegelmann Dutt Kist, Hans Peter Kuhn, Lang - Burkhardt

 

„Stadt am Fluss“ lebt vom Dualismus des Flussraums in der unteren und des Stadtraums auf der oberen Ebene. Eine besondere Mauer betont und verknüpft sie. Wir versuchen, die Spannung zwischen beiden Räumen zu nutzen, sie zu erhöhen oder auszugleichen. Neue Raumbeziehungen wirken mit denen aus der älteren und neueren Geschichte zusammen.

Drei Elemente sind für den Entwurf bestimmend:

- Die Mauer aus Buntsandstein mit ihren Treppen und Rampen, die Bewegung zwischen oben und unten aufrecht erhalten, und die Balustraden, die das gegenseitige Verhältnis Akteur – Zuschauer inszenieren. Auch das steinerne Ufer mit dem Leinpfad und als Höhepunkt der Schlossfelsen gehören dazu.

- Schloss und alte Bäume bilden einen den Flussraum „beherrschenden“ dritten Raum.
Die weitgehend begrünte Mauer und Wasserspiele prägen Grünflächen und Plätze der unteren Ebene. Sie trägt die künstlerische Intervention.

- Fortgesetzt ist die Mauer als Lärmschutzwand, die saarseitig in der Ästhetik der Natursteinmauer weiterläuft, autobahnseitig mit schalldämmendem mineralischem Material verkleidet ist.
Die Gestaltung der Wand feiert den Erfolg des Tunnels. Sie versucht, die mit ihm verbundenen Ingenieurtechniken zum Ausgangspunkt einer kontinuierlichen, eleganten Form zu machen und nicht, ihn zu kaschieren oder zu verstecken.

 

(Textauszug aus der Entwurfsbeschreibung der Verfasser)

Atelier Loidl | Machleidt + Partner | IBR GmbH | Ingenierubüro Schwarz

| Ing. Büro Pattay + Martin | Jochen Maas

 

SARABRUCA – Eine Interpretation der Stadt am Fels

 

Entwurf

Das Saartal als neue Mitte verbindet die beiden ehemals getrennten Städte Alt Saarbrücken und St. Johann. Wichtigstes Anliegen des Entwurfes ist es, maßstabsgerechte, urbane, lebendige Freirräume für Stadtbewohner und -besucher zu schaffen.

Die im Entwurf skizzierte Interpretation des Saarufers, die Transformation bestehender Typologien und die Addition mit artifiziellen Freiraumobjekten verstehen sich als authentische und sinnliche Freirauminszenierung.

Die neue Mitte am Fluss soll zu jeder Jahreszeit mit oder ohne Hochwasser lebendige Stadt sein. Alles muss möglich und spürbar sein: Lustwandeln, Spielen, Sport, Feiern, Musik und Schauspiel, Weiter- und Ausbildung, Ruhe, Technik und Natur.

Das Paradigma der autogerechten Stadt wird abgelöst und bedingt eine Veränderung der Stadt- und Infrastruktur. Im Kontext der europäischen Stadt heißt das, aus der langen Tradition neu lernen, sie nicht kopieren, sie im Sinne zukünftiger Stadtgestaltung neu interpretieren. Nicht ausschließlich Bebauungen sind für uns der „Leuchtturm“.

Die belebten Freiräume an der Saar, im Zusammenwirken mit einer behutsam weitergebauten Stadt, werden in die gesamte Region Saar-Mosel ausstrahlen.

 

(Textauszug aus der Entwurfsbeschreibung der Verfasser)

Planquadrat

Kurzfassung Erläuterungstext Freiraum

 

Auch wenn die Saar, als kanalisierter Fluss, nicht mehr die Dynamik eines strömenden Gewässers besitzt, so muss die Aue, bei dem zeitweise auftretenden Hochwasser, die gleichen natürlichen Funktionen erfüllen wie an jedem anderen natürlichen Fliessgewässer. Dementsprechend werden die Aueflächen so gestaltet, dass diese Naturnähe erlebt werden kann, die letztlich auch den besonderen Reiz dieser Freiräume ausmacht. In der Intensität zunehmend, je weiter man sich vom Stadtzentrum entfernt. Das bedeutet, in umgekehrter Richtung gesehen, dass man sich von einer naturnahen Uferzone über eine parkartig gestaltete grüne Uferlandschaft bis hin zu einem befestigten, steinernen Ufer bewegt, auf dem sich nur ein paar linear angeordnete Baumreihen befinden. Auf dem oberhalb der Uferzone liegenden Boulevard nimmt in rhythmischer Folge eine doppelte Baumreihe den Takt der parallel dazu verlaufenden Stadtquartiere auf. Diese Baumreihe wird jeweils im Bereich von markanten Straßenachsen, die zum Ufer hinführen, unterbrochen. Die Abgänge zum Saarufer und an diesen Stellen liegen erhalten durch Plastiken aus Stahl eine besondere Betonung und Aufmerksamkeit.

 

(Textauszug aus der Entwurfsbeschreibung der Verfasser)

Saar08

Kurzfassung Gesamtkonzept

 

Das Konzept der „Sinfonie in vier Sätzen“ beschreibt in Wort und Bild die unterschiedlichen funktionalen und räumlichen Schwerpunkte und deren Wirkung auf die Urbanität der Stadt. Die Verbindung der einzelnen Elemente bildet dabei im Zusammenspiel eine neue „Stadtmitte am Fluss“, die zum einen die Residenz Alt-Saarbrücken und die Marktstadt St. Johann näher zusammenbringt und zum anderen den Flussraum wieder für die Menschen erlebbar macht. Das bestehende Potenzial als frankophile Stadt und die lebendige Vielfalt der einzelnen saarländischen Regionen spiegelt sich im Konzept selbstverständlich wider.

 

(Textauszug aus der Entwurfsbeschreibung der Verfasser)

SBR

Kurzfassung Erläuterungskonzept

Die Grundvorstellung ist die Schaffung einer städtischen und grünen Promenadensituation, die an klassische Flusssituationen in Städten wie z.B. Paris oder Lyon anknüpft und diese mit sorgfältig geplanten Gebäuden, Freiflächen und Ausstattungen in eine zeitgemäße stadträumliche Qualität übersetzt.

Als bauliches Rückgrat der gesamten Planung wird die vorhandene Baukontur an der Saar durch Ergän-zungsbauten weitgehend zu einer geschlossenen Uferbebauung an der neuen Promenade komplettiert.

Die neuen Ergänzungsbauten schaffen eine homogene Bauhöhe an der Saar mit dem Schlossfelsen und dem Schloss als Höhendominate. Die Hochhäuser aus der Nachkriegszeit am Neumarkt treten in die zweite Reihe und bestimmen nicht mehr den baulichen Maßstab.

Der Flächenbedarf des motorisierten Verkehrs wird bei Erhaltung der Leistungsfähigkeit minimiert, dadurch wird eine urbane Dichte ermöglicht und zugleich eine möglichst große Neubaufläche geschaffen.

 

(Textauszug aus der Entwurfsbeschreibung der Verfasser)

Auslober

Ausloberin des Wettbewerbs ist die Landeshauptstadt Saarbrücken / Baudezernat, vertreten durch die Projektgruppe Stadtmitte am Fluss der Landeshauptstadt Saarbrücken.

 

Wettbewerbsart

Der Wettbewerb ist ein beschränkter, zweistufiger Realisierungswettbewerb mit Ideenteil im kooperativen Verfahren nach GRW Saar und einem vorgeschalteten VOF-Verfahren .

 

Ziel und Aufgabe

 

Die Innenstadt von Saarbrücken ist trennende Verkehrsbänder von den Uferkanten der Saar abgeschnitten. Mit dem Wettbewerb sollen 6 Generalplanerteams aus Landschaftsplanern / Architekten / Stadtplanern, Tragwerksplanern und bildenden Künstlern die Stadt an den Fluss bringen.

Der Realisierungswettbewerb umfasst Brücken, Freiflächen, Plätze, Freianlagen, Straßen sowie Lärmschutz. Unter anderem soll die direkt an der Saar verlaufende Autobahn untertunnelt und neue Grünzonen am Wasser geschaffen werden.

Weitere Informationen auf www.stadtmitte-am-fluss.de
Die Anlagen für die Teilnehmer sind hier bereitgestellt.
Luftbild von dem Wettbewerbsgebiet an der Saar in Saarbrücken

 

11.08.2008 13:00 - 16:00 Uhr

19.09.2008 ganztägig 1. Jurysitzung: Präsentation der Zwischenergebnisse
20.09.2008 ganztägig 2. Bürger-Werkstatt: Vorstellung der Zwischenergebnisse
05.11.2008
Abgabe der Pläne
11.11.2008 ganztägig
2. Jurysitzung: Präsentation der Endergebnisse
12.11.2008 Fortsetzung 2. Jurysitzung
15.11.2008 ganztägig


Bürger-Werkstatt: Präsentation der Wettbewerbsergebnisse
Bekanntgabe der Juryentscheidung
Ausstellung der Arbeiten

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Wettbewerbsgebiet

Masterplan für die an der Saar liegende Innenstadt von Saarbrücken

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